GeNECA

Gerechte Nachhaltige Entwicklung auf Grundlage des Capability-Ansatzes:

GeNECA

04/2010 – 03/2013

‘Nachhaltige Entwicklung ist Entwicklung,
die die Bedürfnisse der Gegenwart befriedigt,
ohne zu riskieren, dass zukünftige Generationen
ihre eigenen Bedürfnisse nicht befriedigen können’ (WCED 1987)

Ziele des Projektes

Nachhaltigkeitspolitik muss die wechselseitigen Abhängigkeiten von menschlichem Leben und Wirtschaften und Natur berücksichtigen, sie muss die hohen moralischen Standards erfüllen, die die Brundtland-Kommission 1987 gesetzt hat, und sie muss schließlich Menschen motivieren, sich dementsprechend zu verhalten. Das alles ist eine ziemlich große Herausforderung, die oft auf eine zu einfache Art und Weise beantwortet wird. Große Teile der gegenwärtigen Nachhaltigkeitswissenschaft sowie des westlichen zivilgesellschaftlichen Engagements beschäftigen sich vorrangig mit den Umweltdimensionen nachhaltiger Entwicklung und damit mit intergenerationaler Gerechtigkeit.

Der Capability-Ansatz (Ansatz der Verwirklichungschancen, entwickelt von A. Sen und M. Nussbaum) ist ein führendes Paradigma der Entwicklungsökonomik, das über die letzten 20 Jahre hinweg Entwicklungspolitik maßgeblich beeinflusst hat. Durch den Fokus auf die menschliche Entwicklung thematisiert dieser Ansatz vor allem die Interaktion zwischen gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Entwicklung. Das Thema intragenerationaler Gerechtigkeit ist somit ein Leitmotiv im Capability-Ansatz, wohingegen intergenerationale Gerechtigkeit und Umweltaspekte oft außen vor bleiben.

Das Projekt GeNECA zielt darauf ab, nachhaltige Entwicklung auf der Basis des Capability Ansatzes neu zu formulieren, um so inter- und intragenerationale Gerechtigkeit auf der Basis eines integrierten Verständnisses natürlicher, sozialer und wirtschaftlicher Entwicklung zusammen zu führen. Auf der Idee der Brundtland Kommission aufbauend konzentriert sich GeNECA auf die Bedürfnisse und Verwirklichungschancen aller Menschen auf der Erde, jetzt und in Zukunft.

Auf der Basis von konzeptionellen Überlegungen wird ein Set von Indikatoren nachhaltiger menschlicher Entwicklung vorgeschlagen und auch innerhalb des Projektes getestet. Dieses Konzept wird darüber hinaus in Fallstudien zu verschiedenen Bereichen gesellschaftlicher Steuerung umgesetzt, um seine Zweckmäßigkeit in gesellschaftlichen Entscheidungsprozessen zu überprüfen. Die Erfahrungen aus diesen Überprüfungen fließt wieder in ein neu formuliertes Konzept nachhaltiger Entwicklung mit ein.


Gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung im Rahmen des Förderschwerpunkts "Wirtschaftswissenschaften für Nachhaltigkeit" (FKZ 01UN1015A)

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Neuigkeiten

Call for contributions for GeNECA workshop

Am 27.-28.9.2012 findet am UFZ in Leipzig ein GeNECA workshop zu "Collective Agency & Institutions, Sustainability, and the Capability Approach" statt, zu dem wir einladen. Hier unser call:

Neue Diskussionspapiere

Insgesamt 6 Diskussionspapiere warten in der library auf Sie. Die neuesten sind:

Call for papers for JHDC special issue

The Link externLink externJournal for Human Development and Capabilities invites for papers for a special issue on "The Capability Approach and Sustainability", edited by Ortrud Lessmann and Felix Rauschmayer.

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Ansprechpartner

Dr. Felix Rauschmayer
Department Umweltpolitik

E-MailE-Mailfelix.rauschmayer@ufz.de